Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern

 

Unser Gehirn wird als sehr wichtiges Organ gut mit Blut versorgt. Mittels Ultraschall können sehr gut und frühzeitig Veränderungen und Erkrankungen an den Halsschlagadern und den anderen das Gehirn versorgenden Blutgefäßen festgestellt werden.

Welche Gefäße werden untersucht?

Auf jeder Halsseite findet sich eine Halsschlagader (Arteria carotis communis). Diese teilt sich an der sog. Carotisgabel in zwei Gefäße, die Arteria carotis externa, die äußere Halsschlagader den Kopf und die oberen Halsorgane versorgt und die Arteria carotis interna, die innere Halsschlagader, die zu Gehirn und Augen verläuft.

Durch die Wirbelsäule zieht die Wirbelarterie, die Arteria vertebralis in den Schädel und vereint sich dort zur Basilararterie (Arteria basilaris).

Die beiden inneren Halsschlagadern und die Basilararterie stehen miteinenader über ainen Arterienring, den Circulus arteriosus cerebri, in Verbindung.

CarotisWillisi

 

Abb. 1: Links: Hirnversorgende Gefäße, Rechts: Circulus arteriosus cerebri

 

Wie wird gemessen?

Die Untersuchung erfolgt mit einem modernen, hochauflösenden Ultraschallgerät (7,5 MHz - Schallkopf). Zuerst werden die oben geschrieben Gefäße im sog. B-Bild (schwarzweiß, Abb. 2) dargestellt. Dabei lassen sich schon Kalkablagerungen und Vereengungen der Gefäße darstellen.

Carotis-Sono-BBild

Abb. 2: B-Bild der Halsschlagadern

 

An den Gefäßwänden kann man schon viele Jahre vor einem Ereignis wie Schlaganfall oder Herzinfarkt Veränderungen erkennen, die auf eine Arteriosklerose hinweisen.

Es werden die beiden innersten Wandschichten, der sogenannte Intima-Media-Komplex (Abb. 3) vermessen. Einen Zentimeter unterhalb der Gabelung der Halsschlagader werden 3-4 Messungen der Wandschichten durchgeführt.

 

Carotis-Sono-IMT-Normal

Abb. 3: Vermeesung der beiden innersten Wandschichten (Intima-Media-Komplex). Gezeigt ist ein Normalbefund.

 

In Studien konnte gezeigt werden, dass bei zunehmender Wanddicke das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöht ist. Übersteigt die Wanddicke 1 mm (Abb. 4) besteht ein 4-fach erhöhtes Risiko eine dieser Erkrankungen zu bekommen.

 

Carotis-Sono-IMT-verdickt

Abb. 4: Verdickter Intima-Media-Komplex

 

Zur Beurteilung des Blutflusses in den hirnversorgenden Arterien wird die farbkodierte Dopplersonographie angewandt. So können unterschiedliche Fliessgeschwindigkeiten und -richtungen in Farbe dargestellt werden (Abb. 5).

 

Carotis-Sono-FKDS

Abb. 5: Homogenes Flussmuster in der Halsschlagader

 

Im letzten Untersuchungsschritt werden dann mit dem Dopplerverfahren die Fliessgeschwindigkeiten in den Gefäßen gemessen (Abb. 6). Diese erlauben Rückschlüsse auf Verengungen der Gefäße. Eine erhöhte Fliessgeschwindigkeit zeigt eine Enge des Gefäßes an, wie bei einem Gartenschlauch, wo man das Ende zudrückt, um einen "härteren" Wasserstrahl zu bekommen.

 

Carotis-Sono-Doppler

Abb. 6: Doppler-Flussprofil einer normalen Halsschlagader.

Quelle Bilder:

Abb. 1 Links: Wikipedia, Bartleby.com's version of Henry Gray's Anatomy of the Human Body (1918)
Abb. 1 Rechts: Wikipedia
Abb. 2-6 Dr. Achim Fette

 

 

 

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