Langzeit-EKG

 

Bei einem Langzeit-EKG wird ein Elektrokardiogramm über einen Zeitraum von meist 24 Stunden aufgezeichnet. Die aufgezeichneten Kurven stellen die elektrische Aktivität des Herzens dar.

Unser Herz schlägt jeden Tag 80 - 120.000 mal. Jeder einzelne Herzschlag wird bei dieser Untersuchung aufgezeichnet und sowohl automatisch als auch manuell durch den Arzt ausgewertet.

Wann wird ein Langzeit-EKG durchgeführt?

  • Zum Ausschluss oder Nachweis von Herzrhythmusstörungen
  • Zur Diagnostik bei unklaren Synkopen (kurzzeitigen - Sekunden bis Minuten - Bewußtseinsverlusten), welche durch Pausen im Herzschlag ausgelöst werden können
  • Zur Therapiekontrolle von Herzrhythmusstörungen oder nach Implantation eines Herzschrittmachers

Wie wird ein Langzeit-EKG durchgeführt?

Zur Aufzeichnung des EKGs werden mehrere Elektroden an Ihrer Brustwand angebracht. Diese sind mit einem kleinen Gerät verbunden, welches entweder umgehängt oder am Gürtel befestigt werden kann. Die Aufzeichnung erfolgt auf eine Flash-Karte.

Während der Aufzeichnung können und sollen Sie Ihrem normalen Tagesablauf (außer Schwimmen und Duschen!) nachgehen. Ihre Tätigkeiten und eventuelle Symptome (Schwindel, Herzrasen etc.) notieren Sie bitte mit Uhrzeit auf dem Ihnen ausgehändigten Protokoll. So kann Ihr Arzt dann bei der Auswertung EKG-Ereignisse und Beschwerden in Zusammenhang bringen.

Einige Beispiele

Ein Patient, der vor 2 Jahren einen Herzinfarkt erlitten hatte, berichtete über Herzstolpern und Unruhe in der Brust. Bei der Aufzeichnung eines normalen EKGs fanden sich keine Auffälligkeiten. Erst im Langzeit-EKG konnten dann Herzrhythmusstörungen nachgewiesen werden, in diesem Beispiel eine von der Hauptkammer des Herzens ausgehende schnelle Abfolge von Extraschlägen (ventrikuläre 5er Salve), die eine Anpassung der Medikation zur Folge hatte.

5er Salve

Abb. 1: Ventrikuläre 5er Salve

Das zweite Beispiel zeigt das Langzeit-EKG einer Patientin, die immer wieder über Sekunden-dauernde Schwindelattacken klagte und auch schon zweimal plötzlich das Bewußtsein verloren hatte (eine sogenannte 'Synkope') und dabei gestürzt war.

In Abbildung 2 kann man in der Übersicht (eine Zeile entspricht einer Minute Aufzeichnung) einen längeren Strich erkennen, der einer Pause des Herzschlages entspricht.

Pause1

Abb. 2: Übersichtsdarstellung einer Pause

Wird dieser Abschnitt nun größer dargestellt (Abb. 3), sieht man, dass es gut 4 Sekunden keinen Herzschlag gab, was schon reicht, das es der Patientin schummrig wurde.

Pause2

Abb. 3: Vergrößerter Darstellung der Pause von 4 Sekunden

Im letzten Beispiel ist die Vergrößerung einer der häufigsten Herzrhythmusstörungen dargestellt, dem 'Vorhofflimmern/-flattern'. Man erkennt neben den großen Zacken ein sägezahnartiges Muster, welches das ungeordnete und/oder schnelle Schlagen der Herzvorhöfe darstellt. Die Patienten bemerken dann einen unregelmäßigen oder rasenden Herzschlag, häufig haben Sie aber auch gar keine oder unspezifische Symptome (Leistungsknick, Müdigkeit).

VHF

Abb. 4: Vorhofflimmern

Das Vorhofflimmern ist normalerweise nicht lebensbedrohlich, aber es besteht ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.

Quelle Bilder:

Abb. 1-4: Dr. Achim Fette

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