Langzeit-Blutdruckmessung

 

Unser Blutdruck unterliegt tageszeitlichen Schwankungen. Jede Messung stellt lediglich eine Momentaufnahme dar und wird von vielen Faktoren wie Aufregung, Angst, Stress oder körperlicher Belastung beeinflusst.

Einzelmessungen des Blutdrucks reichen daher nicht aus, um die sichere Diagnose eines Bluthochdrucks (arterielle Hypertonie) zu stellen. So haben rund 30% der Patienten einen sog. "Weißkittel-Hochdruck", d.h. ihr Blutdruck steigt beim Anblick eines Arztes infolge der Aufregung. Wichtig für die richtige Diagnose sind auch die nächtlichen Werte, die weder in der Praxis noch durch Selbstmessungen erfasst werden. Die Langzeitblutdruckmessung ist da erheblich aufschlussreicher.

Bei einer Langzeitmessung wird der Blutdruck ambulant, in Ihrer gewohnten Umgebung , über einen Zeitraum von 24 Stunden gemessen. Sie können und sollen dabei in gewohnter Weise Ihren Alltagstätigkeiten (bis auf Schwimmen, duschen oder baden) nachgehen.

Bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung wird Ihnen morgens bei uns in der Praxis eine aufblasbare Blutdruckmanschette an einem Oberarm angelegt. Diese ist über einen Schlauch mit dem batteriebetriebenen Blutdruckmessgerät verbunden. Das Messgerät können Sie sich umhängen oder es wird z.B. am Gürtel befestigt. Es ist ratsam, am Tag der Untersuchung ein weites, nicht eng anliegendes Oberteil zu tragen, unter dem das Messgerät diskret "verschwindet".

Die Langzeitblutdruckmessung ist praktisch komplikationslos und verursacht keine Schmerzen. Sie verspüren lediglich ein Druckgefühl am Oberarm, an das Sie sich jedoch mit der Zeit gewöhnen. Auch die nächtlichen Messungen stören den Schlaf kaum, nur das Einschlafen dauert schon einmal etwas länger.

Tagsüber wird im Abstand von 15 Minuten, nachts im Abstand von 30 Minuten die Manschette aufgeblasen und der Blutdruck gemessen und gespeichert. Zusätzlich erhablten Sie ein Protokoll, in dem Sie bitte Ihre Aktivitäten (z.B. Sport, Schlafen oder Arbeiten) oder Beschwerden (z.B. Herzklopfen, Kopfschmerzen, Nasenbluten) festhalten.

Am nächsten Morgen kommen Sie bitte wieder in die Praxis und das Gerät wird Ihnen dann abgenommen.

Die aufgezeichneten Messungen werden in den Computer eingelesen, graphisch dargestellt und Tages-, Nacht- und 24-Stunden-Mittelwerte werden berechnet. So erhalten wir einen guten Überblick über Ihr individuelles Blutdruckprofil, zu welchen Tageszeiten und Gelegenheiten der Blutdruck steigt und ob der Blutdruck in der Nacht absinkt.

Die Mittelwerte zeigen uns dann, ob bei Ihnen der Blutdruck im Normbereich liegt oder erhöht ist. Es gelten folgende Grenzwerte:

  • 24-Stunden-Mittelwert: 130 / 80 mmHg
  • Tagesmittelwert: 135 / 85 mmHg
  • Nachtmittelwert: 120 / 70 mmHg

Werden diese Werte überschritten, liegt laut Definition der Hochdruckliga eine arterielle Hypertonie vor.

Beispiele:


Normale Langzeitblutdruckmessung

Normales LZ-RR


Patient mit arterieller Hypertonie

Dipper

Die tagsüber gemessenen Werte liegen über dem Grenzwert von 140 mmHg, nachts kommt es zu keiner Absenkung des Blutdruckes.

Wann sollten Sie u.a. eine Langzeitblutdruckmessung durchführen lassen?

  • wenn wiederholt erhöhte Werte (zu Hause oder in der Praxis) gemessen wurden, d.h. über 135/85 mmHg. Vor Einleitung einer Therapie ist zunächst zu klären, ob überhaupt ein behandlungsbedürftiger Hochdruck vorliegt.
  • wenn Sie bereits blutdrucksenkende Medikamente einnehmen zur Überprüfung der Wirksamkeit der Therapie und ggf. deren Optimierung.
  • wenn nicht sicher ist, ob die blutdrucksenkende Therapie überhaupt noch erforderlich ist, weil Sie z.B. Übergewicht abgenommen oder der Alkoholkonsum deutlich eingeschränkt wurde.

Wann kann man auf eine Langzeitblutdruckmessung verzichten?

  • wenn die Werte in Ruhe bereits deutlich überhöht sind.

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